Kansas City Six war der Name für ein Studiosextett des Swing mit Musikern des
Orchesters von Count Basie, in der Regel ohne Basie selbst.
Für eine Quintett-Besetzung wurde die Bezeichnung
Kansas City Five gewählt, für ein Septett die Bezeichnung
Kansas City Seven. Die bedeutendsten - von Milt Gabler für Commodore produzierten - Aufnahmen stammen von den
Kansas City Six mit dem Trompeter
Buck Clayton und dem Tenorsaxophonisten und Klarinettisten
Lester Young,
Eddie Durham (elektrische Gitarre und Posaune),
Freddie Green (Rhythmus Gitarre), Walter Page (Bass) und Schlagzeuger
Jo Jones.
Am 27. September 1938 entstehen in New York „Countless Blues“, „Them There Eyes“, „Pagin´ The Devil“, „Want A Little Girl“ und „Way Down Yonder in New Orleans“. Bei einem Auftritt in der Carnegie Hall im Dezember `38 wirkte auch der Gitarrist Leonard Ware mit. Am 24. Dezember 1939 entstanden bei den
Spiritual To Swing-Konzerten mit
Charlie Christian „Good Morning Blues“, „Way Down Yonder..“ und „Pagin´ The Devil“.
Count Basie, der sonst aus Vertragsgründen nicht mitspielte, wirkte mit in „Destination K.C.“ mit der
Kansas City Seven und in „Lester Leaps Again“ mit der
Kansas City Five. Am 28. März 1944 produzierte Gabler noch eine letzte Session zur Zeit der Rückkehr Prez´ in die Basie-Band; es entstanden als Kansas City Six die Titel „I Got Rhythm“, „Four O´Clock Drag“, „Three little Words“ und „Jo-Jo“ von
Joe Bushkin, der die Session leitete und die Arrangements lieferte; diesmal spielte Lester Young mit
Bill Coleman,
Dicky Wells,
John Simmons, Bushkin und Jo Jones. Letzter Aufnahmetermin fand am 7. Mai 1945 für „I'm In The Mood For Love“ und „Sugar Hips“ statt.